Anlage der Absolventenpanels
Die bisher durchgeführten Untersuchungen stellen umfassende und repräsentative Daten über die Berufseinmündung und den Berufsverlauf Hochqualifizierter zur Verfügung, die differenzierte studiengangsspezifische Aussagen ermöglichen.
Zentrales Instrument sind die Absolventenpanels, mit denen seit 1989 jeder vierte Prüfungsjahrgang mehrmals befragt wird. Der vierjährliche Turnus erlaubt die sukzessive Erstellung von Zeitreihen. Damit kann die berufliche Entwicklung innerhalb der jeweiligen Kohorten analysiert und zugleich ein Interkohortenvergleich (Veränderungen zwischen den Jahrgängen) gezogen werden.
Wurden anfangs zwei Erhebungswellen (ein- bis eineinhalb Jahre sowie fünfeinhalb Jahre nach Studienabschluss) realisiert, gibt es seit der Examenskohorte ab 1997 eine dritte Befragung ca. zehn Jahre nach dem Hochschulabschluss. Der Nutzen solcher Langzeitstudien liegt insbesondere darin, auch die beruflichen Integrationsprozesse angemessen zu erfassen, die aufgrund von Promotionen, Aufbau- und Zweitstudien sowie Familien- und Weiterbildungsphasen weit über das Zeitfenster von fünf Jahren hinausreichen können. Nach der flächendeckenden Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge werden sich akademische Qualifizierungen voraussichtlich über längere Zeiträume erstrecken, die nur bei erweiterter Auslegung des Beobachtungszeitraumes angemessen erfasst werden können. Zu den ebenfalls eher langfristig zu beobachtenden Prozessen zählt schließlich auch das Existenzgründungsverhalten.

