Nutzer(innen) der Absolventenuntersuchungen
Zu den wichtigsten Nutzern der Absolventenbefragungen zählen die Hochschulen. Anfragen hinsichtlich vertiefender Analysen, Beratung bei der Erprobung neuer Ansätze in der Lehre und die Unterstützung von Selbstevaluationen über das Instrument der Absolventenbefragung geben einen Ausschnitt des Verwertungsspektrums wieder.
Bund und Länder sind in unterschiedlicher Weise Nutzer unserer Ergebnisse. Es handelt sich z. B. um länderspezifische Ergebnisse über zweite Ausbildungsphasen von Absolvent(inn)en der Staatsexamensstudiengänge oder die länderübergreifende Mobilität von Hochschulabsolvent(inn)en, die in hohem Maße auch die Stärke von Wirtschaftsstandorten berührt.
Weitere Nutzer sind die Wirtschaft und Berufsverbände. Enge Arbeitsbeziehungen bestehen seit vielen Jahren zum VDI, der großes Interesse hat, das aus den Absolventenbefragungen gezogene Wissen über Veränderungen des Ingenieurarbeitsmarktes, der Ingenieurarbeit und der Anforderungsprofile an Ingenieurinnen und Ingenieure im Beruf zu nutzen und zu verbreiten.
Unterstützt werden auch verschiedene Netzwerke. Hinsichtlich der technischen und naturwissenschaftlichen Nachwuchsgewinnung soll hier die Zusammenarbeit mit Netzwerken aufgeführt werden, die die Chancen für Frauen in entsprechenden Studien- und Berufsfeldern verbessern helfen (u. a. das Ada-Lovelace-Projekt und das Netzwerk "Frauen geben Technik neue Impulse").
Darüber hinaus werden die Ergebnisse der Absolventenprojekte auch für wissenschaftliche Kooperationsprojekte genutzt, die in staatliche Berichterstattungen eingehen, wie z. B. Sonderauswertungen für BLK-Berichte, das Forschungsnetzwerk "Arbeitsmärkte für Hochqualifizierte", das heute seine Fortsetzung in der Zuarbeit zum "Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands" findet. Ebenso fließen die Ergebnisse in die gemeinsame Bildungsberichterstattung der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein. Schließlich sind wesentliche, aus den Absolventenbefragungen hervorgegangene Analysen in die Empfehlungen des Netzwerkes "Wege ins Studium" zum öffentlichen Umgang mit Prognosen und Arbeitsmarktentwicklungen eingegangen.
Seit einigen stehen die Daten auch den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Form von scientific use files zur Verfügung. Diese anonymisierten Datensätze bieten die Möglichkeit, gezielt eigene Analysen durchzuführen. Des Weiteren kann die scientific community auf Antrag auch Zugang zu bisher nicht als scientific use file veröffentlichten anonymisierten Datensätze erhalten, wenn die zu beabsichtigten Analysen mit den Daten zu bearbeiten sind.
Für die Berufs- und Studienberatung verwertbare Ergebnisse gehen regelmäßig in die internen Medien der Bundesanstalt für Arbeit und in öffentlich zugängliche Beratungsmedien ein (abi, uni, ibv).
Weitere Nutzer(innen) sind die Absolvent(inn)en der Hochschulen, von denen viele die Befragungen zum Anlass nehmen, sich selbst und ihre eigene berufliche Situation und Perspektive zu taxieren.
Nutzer(innen) vor Ort sind schließlich auch Examenskandidat(inn)en , die unser Datenmaterial auswerten, um auf dieser Basis ihre Diplom- oder Magisterarbeiten zu verfassen (Themenbeispiele aus den letzten Jahren sind: Einflussfaktoren für die Bindung von Hochschulabsolventen an ihre ehemalige Hochschule; Studium und Berufsübergang von Absolventinnen und Absolventen mit Kindern; soziale Selektivität im Prozess der beruflichen Integration; "Employability" der Bachelorabschlüsse; Einflüsse von Praktika nach dem Studium auf die weiteren Beschäftigungschancen).
