
Nach der Aufhebung des im Hochschulrahmengesetz verankerten Verbots allgemeiner Studiengebühren im Januar 2005 und der Ankündigung einiger Bundesländer, Studiengebühren einzuführen, wurden im Rahmen des Projektes "Modellrechnung zur Einführung sozialverträglicher Studiengebühren" relevante Kompetenzen aufgebaut, um den erwarteten Beratungsbedarf befriedigen zu können.
Um Bund, Länder und Hochschulen in dem gegenwärtigen Diskussionsprozess durch Expertise unterstützen zu können, sind die zentralen Aspekte der Gebührendiskussion aufbereitet und als HIS-Dokumentation zu Studiengebühren/Studienbeiträgen auf der HIS-Homepage veröffentlicht worden. Im ersten Teil dieser Dokumentation werden die wesentlichen Argumentationsmuster zur Rechtfertigung von Studiengebühren aufgezeigt und offene Fragen in diesem Zusammenhang diskutiert sowie internationale Erfahrungen mit Studiengebühren untersucht.
Darauf aufbauend ist ein Verfahren zur Sensitivitätsanalyse der Einnahmepotenziale von Studiengebühren unter Berücksichtigung verschiedener Darlehens-, Stipendien- und Freiplatzlösungen entwickelt worden, das im Teil II der HIS-Dokumentation zu Studiengebühren/Studienbeiträgen veröffentlicht wurde. Weiterhin ist ein erweitertes Verfahren entwickelt worden, mit dem mögliche Kosten einer Reform der Finanzierung der Lebenshaltungskosten ermittelt werden können. Darüber hinaus erlaubt eine weitere Modellrechnung die Analyse der individuellen finanziellen Auswirkungen verschiedener Reformvorschläge unter Berücksichtung der familiären Einkommenssituation.
Diese Expertise wurde bereits nachgefragt: Im Auftrag der Hamburger Behörde für Wissenschaft und Forschung (vormals Behörde für Wissenschaft und Gesundheit) wurden auf Grundlage des entwickelten Verfahrens die möglichen Nettoeinnahmen der staatlichen Hamburger Hochschulen sowie die individuelle finanzielle Belastung der Darlehensnehmer analysiert.
Quelle: HIS Hochschul-Informations-System GmbH
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