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New Forms of Incentive Funding for Public Research

Die Arbeitsgruppe "Research Institutions and Human Resources" (RIHR) des OECD-"Committee for Scientific and Technological Policy" (CSTP) befasst sich fortlaufend mit Formen der Forschungsfinanzierung und ihren Auswirkungen auf verschiedene Organisationen und Personengruppen. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind ministerielle Vertreter(innen) aller 34 OECD-Länder. Aktuell führt die RIHR-Arbeitsgruppe ein Projekt zu den staatlichen Initiativen zur Forschungsförderung durch. Es handelt sich dabei um Initiativen, mit denen die Schaffung von Forschungszentren von internationaler Strahlkraft angestrebt wird und die jeweils auf einem qualitätsorientierten Wettbewerb zwischen den nationalen Hochschulinstitutionen eines Landes basieren. Entsprechende Programme sind seit Mitte des letzten Jahrzehnts in verschiedenen OECD-Ländern entstanden. In Deutschland entspricht beispielsweise die "Exzellenzinitiative" des Bundes und der Länder dieser Finanzierungsform. Für die laufende Arbeitsperiode von Januar 2011 bis Dezember 2012 haben Bund (BMBF) und Länder (KMK) das HIS-Institut für Hochschulforschung als Vertreter Deutschlands in den Projektbeirat entsandt.

Im Rahmen des aktuellen Projektes wurde HIS-HF mit der Erstellung eines Konzeptpapiers beauftragt , das als eine Arbeitsgrundlage für die laufenden Forschungsarbeiten fungiert. Insgesamt wurden darin 24 Forschungsexzellenzinitiativen aus 16 Ländern auf vier Kontinenten erfasst und vergleichend analysiert. Der Ergebnisbericht wurde im September 2011 an RIHR übergeben. Als Ausgangspunkt für die Analyse dienten die von offizieller Seite veröffentlichten Programmbeschreibungen. Im Mittelpunkt der Betrachtung standen die allgemeinen Zielsetzungen der Initiativen, die angewandten Auswahlverfahren sowie strukturelle und ausstattungsbezogene Merkmale der zu fördernden Forschungseinheiten. Der Vergleich brachte eine hohe Uniformität bei den übergeordneten Zielsetzungen und in Bezug auf die Implementierung der Auswahlverfahren zutage, wohingegen auf der Ebene der institutionellen Ausgestaltung der Initiativen eine größere Varianz zu beobachten war. Die Analyse beinhaltet auch einen Überblick über bereits veröffentlichte Erfahrungsberichte und Zwischenevaluationen laufender Exzellenzinitiativen sowie eine konzeptuelle Abgrenzung von anderen Formen der Forschungsfinanzierung und Vorschläge für das weitere Vorgehen der Arbeitsgruppe. Bei einem Workshop der Arbeitsgruppe im November 2011 wurden die Ergebnisse vorgestellt und im Plenum diskutiert.

Im weiteren Verlauf des Projekts ist u.a. eine Umfrage geplant, die sich einerseits an die staatlichen Stellen richtet, die in den Ländern mit der Organisation der Initiativen betraut sind, und andererseits an die Institutionen, die Mittel aus Exzellenzinitiativen erhalten. Durch die Befragung sollen detailliertere Informationen über Zielsetzungen, Organisationsformen und Auswirkungen der Initiativen zugänglich gemacht werden.

Veröffentlichungen

Wespel, J.; Orr, D.; Jaeger, M.:
Exzellenzinitiativen in der Forschung aus internationaler Perspektive (HIS-HF:Schwerpunktthema Nr. 01/2012)
Pressemitteilung
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Nähere Auskünfte

Dr. Dominic Orr

Dr. Johannes Wespel

Dr. Michael Jaeger


Quelle: HIS Hochschul-Informations-System GmbH
http://www.his.de/abt2/ab23/projekte/con42
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