Bewertung und Weiterentwicklung des Arbeitsschutz- und Umweltschutzmanagementsystems an der TU Berlin
Die TU Berlin hat seit Ende der 1990er Jahre eine integrierte Arbeits- und Umweltschutzorganisation aufgebaut und im Alltagsbetrieb sukzessive den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt. Das Arbeits- und Umweltschutzmanagementsystem der TU Berlin soll nach über zehnjährigem Betrieb einer externen Evaluation unterzogen werden. Die Bewertung und Weiterentwicklung des Arbeits- und Umweltschutzmanagementsystems soll in einem partizipativen Prozess erfolgen, d. h. unter aktiver Einbindung relevanter Bereiche und repräsentativer TU-Mitglieder.
Mit der Evaluation soll geprüft werden, wie die Prozesse im Arbeits- und Umweltschutzmanagementsystem umgesetzt und gelebt werden. Grundsätzliches Ziel des Projektes ist die optimale Ausgestaltung der Aktivitäten und Abläufe sowohl im Arbeits- und Gesundheitsschutz (sicherheitstechnische, -organisatorische und arbeitsmedizinische Aufgaben), als auch in der Gesundheitsförderung und im Umweltschutz im spezifischen Setting Universität zu gewährleisten.
Dazu werden stichprobenhaft einzelne Bereiche der Universität befragt, welche Leistungen sie von den Stabsstellen Sicherheitstechnische Dienste und Betriebsärztlicher Dienst kennen und nutzen und wie sie die für sie relevanten Aufgaben im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz organisieren und umsetzen. Auch sollen die Schnittstellen zwischen den Beteiligten beleuchtet werden.
Im Projekt integriert ist die Umsetzung der neuen DGUV Vorschrift 2 (Unfallverhütungsvorschrift für Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit). Diese Neuerung mit der Möglichkeit der betriebsindividuellen Abstimmung auf die Bedarfslage ist eine Chance, den Gestaltungsspielraum zu nutzen und die inhaltlichen Aspekte der Betreuung für Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit in den Mittelpunkt zu rücken.
Die Arbeitsschritte gliedern sich wie folgt:
- Planungsphase mit der Strukturierung der Verfahrensweise und der Abstimmung der einzusetzenden Instrumentarien
- Durchführungsphase mit Erfassung von qualitativen und quantitativen Daten
- Wirksamkeits- und Kontrollphase mit der Diskussion und Bewertung durch die Beteiligten und der Ableitung von Handlungsempfehlungen
- Verbesserungs- und Weiterentwicklungsphase mit der bewertenden Zusammenstellung der Ergebnisse und dem Festlegen der weiteren Vorgehensweise
