Benchmarking des Bau- und Gebäudemanagements niedersächsischer Hochschulen
Ziel:
Im Aufgabenbereich "Bau- und Gebäudemanagement" führen 18 niedersächsische Hochschulen unter der Moderation von HIS ein (Verwaltungs-)Benchmarking durch. Dabei wird auf dem HIS-Instrumentarium für ein quantitatives Verwaltungsbenchmarking aufgesetzt, bei dem im Sinne einer Grobanalyse Abweichungen, Auffälligkeiten und Sondersachverhalte zwischen den Hochschulen ausgemacht werden, die dann in einem anschließenden Erfahrungsaustausch vertieft werden.
Ziel ist es, in vergleichender Weise die derzeitige Ressourcenausstattung und Leistungstiefe der einzelnen Hochschulen zu ermitteln und damit Ansatzpunkte für Verbesserungspotenziale im Sinne eines Effizienz- und Effektivitätsgewinns zu identifizieren. Dabei soll das Lernen von guten Ideen und Lösungen der jeweils anderen Hochschulen im Vordergrund stehen. Es sollen Kontakte hergestellt und verfestigt werden, um auf der konkreten Arbeitsebene auf ein Netzwerk bei aktuellen Frage- und Problemstellungen zugreifen zu können.
Nach dem ersten Durchgang wurde eine Verstetigung des Benchmarkings beschlossen, in dem die Daten zweijährlich aktualisiert werden. Dadurch sind auch Zeitreihenanalysen möglich. Darüber hinaus werden auf der Arbeits- und Prozessebene jährlich in Workshops verschiedene Themen eingehender bearbeitet, z. B. Energie, GLT, Gebädereinigung, Hausmeisterdienste etc.
Arbeitsschritte:
- Abstimmung von Instrumentarium und Verfahrensweise
- Aufwandsermittlung (Erhebung sowie Auswertung und Plausibilisierung)
- Fachbezogene Vertiefungsworkshops
- Zweijährliche Datenaktualisierung
- Jährlich mehrere Workshops zu verschiedenen Themen
Schwerpunkte des Benchmarkings und Themen der Vertiefungsworkshops:
- Energiemanagement
- Gebäudeleittechnik
- Instandhaltung
- Gebäudereinigung
- Hausmeisterdienste
Erkenntnisse
Da ein Benchmarking nur erfolgreich sein kann, wenn alle Daten inkl. der Kosten offen gelegt werden, ist ein hohes Maß an Vertrauen notwendig. Die Ergebnisse verbleiben daher im Kreis der teilnehmenden Hochschulen, d. h. im Benchmarking-Zirkel.
Übergreifende Erkenntnisse sind:
- Jede Hochschule kann von anderen lernen
- Spezifische Besonderheiten sind für ein gegenseitiges Lernen unwesentlich
- Größte Verbesserungspotentiale hinsichtlich Kosten, Qualität oder Verfahren bestehen bei Gebäudereinigung, Energie, Instandhaltung, Raumverwaltung
- Beurteilung der eigenen Kosten/Abläufe wurden möglich
- Wertvoller Erfahrungsaustausch, "Anbahnung" von künftigem "kurzem Draht"
- Verstetigung des Benchmarkings ist sinnvoll
- Erfolgsfaktoren sind u. a.
- Kostendaten nicht zu sehr in den Vordergrund stellen
- Kontinuierliche Beteiligung der Hochschulen
- Stetigkeit der VertreterInnen
- Vertrauen schaffen
Veröffentlichungen
Ergebnisdokumentation Phase I,
Workshopdokumentationen (lfd.)
