Hochschulnachricht

Symbolbild für NachrichtBildungsgipfel: Sonderprogramme für Hochschulen sollen bleiben

18.9.2008

Die Bildungsministerinnen und -minister von Bund und Ländern haben sich auf einen Maßnahmenkatalog für den Bildungsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende Oktober in Dresden verständigt. Danach wollen sich die Länder verpflichten, die durch den Schülerrückgang bis 2015 eingesparten Gelder für Qualitätsverbesserungen in Kindergärten, Schulen und Hochschulen zu nutzen. Der Bund wolle die milliardenschweren Programme für mehr Studienplätze, Elite-Unis und Forschung weiter finanzieren.

Der zehnseitige Maßnahmenkatalog enthält nach Angaben der Presseagentur dpa auch Formulierungen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Bund und Länder streben an, künftig „mindestens 40 Prozent eines Jahrganges“ ein Studium zu ermöglichen. Dazu sollen vor allem mehr Studienplätze an den Fachhochschulen geschaffen werden. Bislang nehmen in Deutschland 35,4 Prozent der jungen Menschen ein Studium auf, wie das Statistische Bundesamt für das Jahr 2006 ermittelte. Im Schnitt der 30 wichtigsten OECD-Industrienationen beginnen inzwischen 55,9 Prozent der jungen Menschen ein Studium.

Der Hochschulpakt von Bund und Ländern soll über 2010 hinaus fortgesetzt werden Die Länder verpflichten sich, die Betreuung in den Bachelor- und Masterstudiengängen zu verbessern und so die „Studierbarkeit“ in der Regelstudienzeit sicherzustellen.

Studieren ohne Abitur
Die Formulierungen für die angestrebten Hochschulzulassungregelungen für erfolgreich Berufstätige ohne Abitur, wie Meister und Techniker, sind laut dpa „äußerst vage“. Dem Vernehmen nach haben einige Länder und der Bund diesbezüglich weitergehende Forderungen, die allerdings von Bayern und Baden-Württemberg geblockt würden. (ol)

Quelle: dpa