Hochschulnachricht

Symbolbild für NachrichtKonzept für gestuftes Jura-Studium in NRW steht

7.11.2008

Nordrhein-Westfalen arbeitet an der Anpassung des Jura-Studiums an Bachelor- und Masterabschlüsse. Eine Expertengruppe hat Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter ein entsprechendes Konzept vorgelegt.

„Das Modell bietet den zukünftigen Studierenden erstmals eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten für den Berufseinstieg“, sagte die Ministerin am 22. Oktober in Düsseldorf. Wer einen reglementierten juristischen Beruf wie Richter oder Rechtsanwalt ergreifen möchte, soll nach dem nun vorgelegten Entwurf ein dreijähriges juristisches Bachelorstudium sowie ein zweijähriges Masterstudium absolvieren müssen (3+2-Modell).

Bereits nach dem Bachelorstudium können die Absolventen aber auch schon in Berufen außerhalb des eigentlichen Rechtswesens arbeiten – etwa bei versicherungen, bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, in der Medienwirtschaft, bei Verbänden, in Personalabteilungen von Unternehmen oder im Gesundheitswesen.

Kritik von den Universitäten
Die Vorschläge stießen an den Universitäten auf Kritik. Die geplante Abschaffung des Staatsexamens gehe zu Lasten der Studierenden, teilte der Deutsche Juristen-Fakultätentag am 23. Oktober mit. „Mehr als die Hälfte von ihnen soll mit einem Bachelor abgespeist werden, ob sie auf dem Arbeitsmarkt unterkommen oder nicht.“ Die Zahl der Master-Studienplätze sei laut Fakultätentag begrenzt. (ol)

Quelle: dpa