Hochschulnachricht

Symbolbild für NachrichtRussland-Wochen an deutschen Hochschulen gestartet

10.5.2012

Der Startschuss für die Russland-Wochen fiel am Montag an der Universität Paderborn: Noch bis morgen dreht sich dort alles um das russische Hochschulsystem, den deutsch-russischen akademischen Austausch sowie die Forschungs- und Kulturbeziehungen zwischen den beiden Ländern. 16 deutsche Hochschulen beteiligen sich mit Veranstaltungen und Aktionen an den Russland-Wochen, die im Rahmen des „Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation“ stattfinden.

An jedem Tag stehen diese Woche an der Universität Paderborn spezielle Teilaspekte der Zusammenarbeit mit Russland im Vordergrund. Geboten werden Vorträge, Informationsstände, ein Kinoabend, Russischkurse und ein internationaler Studierendenabend. In der Mensa gibt es russische Spezialitäten.

Die Russland-Woche begann in Paderborn am Montag mit dem Tag der Forschungskooperation. Zur Auftaktveranstaltung waren neben dem Generalkonsul der Russischen Föderation, Jewgenij Schmagin, auch der Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Thomas Kathöfer, und Maximilian Metzger, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gekommen. Kathöfer und Metzger betonten die Bedeutung der deutsch-russischen Hochschulzusammenarbeit. Über 700 Kooperationsabkommen seien zwischen Hochschulen beider Länder mittlerweile geschlossen worden. „Die Russland-Wochen werden die bestehende Zusammenarbeit festigen“, zeigte sich Kathöfer überzeugt. Sie könnten dazu beitragen, in den Hochschulen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie spannend der Austausch und wie breit das fachliche Spektrum der Zusammenarbeit mit Russland sei.

Metzger richtete den Blick besonders auf den befürchteten Fachkräftemangel in Deutschland. Derzeit seien ca. 10.000 russische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben; rund 2.500 junge Deutsche studierten in Russland. Diese Zahlen sollen zukünftig weiter steigen.

Die Russland-Wochen werden durch das BMBF gefördert und von der HRK koordiniert. Noch bis in den Sommer hinein finden an verschiedenen Hochschulstandorten von Emden bis Regensburg Veranstaltungen und Aktionen statt, darunter Symposien zu den Themen Baumanagement, Materialwissenschaften, Verwaltungsrecht, Gartenkultur, Geschichte und Informationstechnologie. Ziel der Russland-Wochen ist es nach Angaben der Veranstalter, unter Studierenden, Wissenschaftler(inne)n und in der Öffentlichkeit das Potenzial der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Hochschulbereich zu verdeutlichen. Hierzu sollen Kenntnisse über Russland als Partnerland und über die russische Studien- und Forschungslandschaft vermittelt, Anreize für einen Studien- bzw. Forschungsaufenthalt in Russland gesetzt sowie ein Beitrag zur Integration russischer Studierender und Wissenschaftler(innen) in Deutschland geleistet werden. (tm)

Quellen: HRK, BMBF, Neue Westfälische

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