Hochschulnachricht

Symbolbild für NachrichtDrei Prozent mehr Wissenschaftler an deutschen Hochschulen

10.7.2012

An Deutschlands Hochschulen waren im vergangenen Jahr drei Prozent mehr Wissenschaftler(innen) und Künstler(innen) beschäftigt als im Jahr 2010. Von dem Anstieg profitierten die hauptberuflich wie auch die nebenberuflich Beschäftigen gleichermaßen, ermittelte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

Zu den 334.200 Beschäftigten gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitätskliniken oder Kunstakademien. 217.000 von ihnen waren hauptberuflich, 117.000 nebenberuflich angestellt. Die größte Gruppe des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals bildeten die 161.700 wissenschaftlichen Mitarbeiter(innen), deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent anstieg. Unter ihnen war jede vierte Person eine Frau.

Rund 42.600 Professorinnen und Professoren lehrten und forschten Ende 2011 an deutschen Hochschulen. Ihre Zahl stieg mit 2,6 Prozent moderater an. Der Frauenanteil innerhalb der Professorenschaft liegt weiterhin bei knapp 20 Prozent.

Deutlich mehr Frauen arbeiten in nicht-wissenschaftlichen Bereichen, zum Beispiel Verwaltung, Bibliotheken, technischer Dienst oder Pflege. „Der Frauenanteil lag hier mit 70,3 Prozent deutlich höher als der des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals mit rund 36,4 Prozent", erklärte Destatis-Mitarbeiterin Brigitte Damm. Das nicht-wissenschaftliche Personal an deutschen Hochschulen wuchs um 1,1 Prozent auf 280.500 Personen.

Rechnet man Wissenschaftler(innen) und sonstiges Personal zusammen, waren Ende 2011 an deutschen Hochschulen und Hochschulkliniken 614.700 Menschen beschäftigt. Das waren 2,2 Prozent – also rund 13.000 Frauen und Männer – mehr als im Jahr 2010. (ks)

Quellen: Statistisches Bundesamt, dpa