Hochschulnachricht
RWTH Aachen weiterhin drittmittelstärkste Universität
12.10.2012
Die deutschen Hochschulen konnten ihre Drittmitteleinnahmen weiter steigern. Dies geht aus heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach warb ein Universitätsprofessor bzw. eine Universitätsprofessorin im Jahr 2010 im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 261.700 Euro ein. Dies waren fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchsten Drittmitteleinnahmen erzielten die Professor(inn)en der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften. Drittmittelstärkste Universität ist wie im Vorjahr die RWTH Aachen.
An den anderen Hochschularten lagen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen je Professor(in) deutlich niedriger als an den Universitäten: An den Fachhochschulen erzielten die Professor(inn)en durchschnittliche Drittmitteleinnahmen von 23.400 Euro, was einer Steigerung von 13,5 % im Vergleich zu 2009 entspricht. An den Kunsthochschulen betrugen die Drittmitteleinnahmen eines Professors bzw. einer Professorin im Durchschnitt 13.400 Euro (+ 3,6 %). Betrachtet man die Universitäten ohne die medizinischen Einrichtungen, warb ein Professor bzw. eine Professorin dort durchschnittlich Drittmittel in Höhe von 221.700 Euro ein (+ 8,3 %). Im Durchschnitt über alle Hochschularten lagen die Drittmitteleinnahmen je Professor(in) bei 153.100 Euro (+ 7,9 %).
Mit durchschnittlich 536.500 Euro (+ 13,1 %) erzielten die Professor(inn)en der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften die höchsten Drittmitteleinnahmen. Es folgen die Ingenieurwissenschaften mit durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen von 509.600 Euro (+ 12,2 %) je Professor(in). Deutlich niedriger sind die Drittmitteleinnahmen je Professor(in) mit 73.100 Euro (+ 4,1 %) in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und mit 67.800 Euro (+ 2,3 %) in den Sprach- und Kulturwissenschaften.
Wie im Vorjahr warb auch 2010 die RWTH Aachen die meisten Drittmittel ein (235 Millionen Euro). Es folgen zwei weitere Technische Universitäten: Auf die TU München entfielen Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 200 Millionen Euro, auf die TU Dresden 169 Millionen Euro. Die RWTH Aachen erzielte auch die höchsten Drittmitteleinnahmen je Professor(in) (737.000 Euro). Es folgen die TU München (583.400 Euro) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (542.900 Euro). (tm)
Quelle: Destatis
Download der Destatis-Publikation 'Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen 2010'
