Hochschulnachricht
NRW: Private Geldgeber stellen 1.200 Stipendien bereit
11.8.2009
Private Geldgeber unterstützen 1.200 Studierende an nordrhein-westfälischen Universitäten ab dem Wintersemester mit Stipendien. Die einkommensunabhängige Förderung von 150 Euro im Monat wird vom Land aus Steuermitteln auf 300 Euro verdoppelt. NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart erhöhte das neue NRW-Stipendium wegen der großen Bereitschaft der privaten Geldgeber den Landesanteil um weitere 200 auf 1.400 Stipendien.
„Dies könnte der Beginn für eine neue Stipendienkultur sein“, sagte Pinkwart am 4. August in Düsseldorf. Interessierte können sich bei ihren Hochschulen bewerben und dort auch die Bedingungen erfragen. Am erfolgreichsten hat die Universität Duisburg-Essen private Gelder geworben: 130 Stipendien bietet die Hochschule ihren Studierenden, gefolgt von den Universitäten Köln und Aachen, die jeweils 103 Förderangebote bieten.
38 Prozent der Stipendien sind nicht an Fächer oder Studiengänge gebunden, 27 Prozent sind für die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften reserviert, 12 Prozent für die Ingenieurwissenschaften, acht Prozent für Mathematik und Naturwissenschaften und fünf Prozent für die Medizin.
Die Privatmittel kommen zu 43 Prozent von Stiftungen und Vereinen, zu 39,5 Prozent von Unternehmen und zu 17,5 Prozent von Einzelpersonen. Zu den größten Spendern zählen die Telekom-Stiftung mit 50 Stipendien und der MAN-Konzern mit 40 Stipendien.
Pinkwart kündigte an, das NRW-Modell auch bundesweit etablieren zu wollen. Zuletzt hatten Bund und Länder den Aufbau eines nationalen Stipendiensystems für Studierende Ende 2008 geprüft. Gegen Pinkwarts Stipendienmodell gab es damals quer durch die Länder starke Vorbehalte – vor allem wegen der Kosten. (ol)
Quelle: dpa
