9. Jahrgang - Nr. 1 / Februar 2002
Unternehmen Hochschule UH2002
(Workshop der Gesellschaft für Informatik am 2. Oktober 2002 in der
Uni Dortmund)
Mit der zunehmenden Autonomie der Hochschulen, ihrer Eingliederung in eine globale Umwelt und dem dadurch wachsenden Wettbewerb, ist auch die Qualität ihrer Dienstleistungen gegenüber Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern ("Kundenorientierung") kontinuierlich zu verbessern. Dies führt zu neuen Anforderungen an den Einsatz von innovativer Informationstechnologie für das "Unternehmen Hochschule". Die Gesellschaft für Informatik (GI) setzt sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema "Informatik Systeme für ein modernes Hochschulmanagement" auseinander und hat hierfür die Reihe "Unternehmen Hochschule" ins Leben gerufen. Inzwischen wurden fünf erfolgreiche Veranstaltungen während der GI-Jahrestagungen Informatik '96, '97, '99, '00 und '01 durchgeführt. Diese Serie soll anlässlich der Informatik 2002 in Dortmund weitergeführt werden.
Ziel des Workshops UH2002 ist die Vorstellung und Diskussion verschiedener Modelle, Architekturkonzepte, Leistungsportfolios und Systemplattformen für den Aufbau einer modernen, vernetzten Hochschullandschaft, die Vorstellung dafür verfügbarer Informatiksysteme sowie der Austausch von Erfahrungen mit der Einführung und Nutzung entsprechender Systeme. Erwünscht sind auch Berichte über Fortschritte sowie Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren aus Projekten, die bereits in den vorangegangenen Veranstaltungen präsentiert wurden.
Wie bisher sollen die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informatiksystemen an den Hochschulen und deren Konsequenzen diskutiert werden. Der kurze Innovationszyklus stellt insbesondere die Hochschulen vor organisatorische und finanzielle Problem. Hier soll der Workshop helfen, Lösungswege zu finden und diese Politiker und Hochschulleitungen nahe zu bringen.
In 2002 soll sich der Workshop verstärkt mit dem Schlagwort eUniversity auseinandersetzen. Dabei soll auf Aspekte des eBusiness bzw. eGovernment im Bereich der Hochschulverwaltung, insbesondere der Studierendenverwaltung eingegangen werden. Elektronisch unterstützte Geschäftsprozesse, Kosten- und Leistungsrechnung, ein darauf aufsetzendes hochschulspezifischen bzw. hochschulübergreifendes Controlling, sowie elektronische Informationsangebote können zu einer Beschleunigung und Leistungsverbesserung der Arbeitsabläufe in der gesamten Hochschule führen. Infolge der Transparenz von Universitätsleistungen im Netz kann der internationale Wettbewerb unter den Hochschulen zu einer Umgestaltung und Qualitätsverbesserung beitragen.
Der Workshop wendet sich wie bisher an einen Teilnehmerkreis, der sich nicht nur aus Informatik-Sicht, sondern auch aus der Sicht des Hochschulmanagements mit Fragen der Planung, der Entwicklung und des Einsatzes von Informatiksystemen beschäftigt.
Das Programm und Organisationskomitee wird wie in den vergangenen Jahren von
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath (Universität Oldenburg),
- Dr. Rolf Beyer (OFFIS, Oldenburg),
- Herr Uwe Marquardt (Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, Düsseldorf),
- Prof. Dr. Heinrich C. Mayr (Universität Klagenfurt) und
- Dr. Claudia Steinberger (Universität Klagenfurt)
gestellt. Die Workshopinterne Organisation erfolgt durch OFFIS in Oldenburg.
