Einschreibung über das Internet

HISQIS Modul ZUL

Die Universität Trier setzt als Pilothochschule seit Mai 2000 das Modul ZUL von HISQIS für freie Bewerbungen zum Wintersemester 2000/2001 im Internet ein. Zum Oktober 2000 ist die erste Freigabe dieser Version für andere Hochschulen vorgesehen.

Die Internet-Einschreibung erspart dem Studentensekretariat die zeitaufwendige Erfassung der Bewerberdaten (besonders der Bewerber, die sich an anderen Hochschulen auch bewerben und ihr Studium an einer dieser anderen Hochschulen beginnen).

Die Dateneingabe wird bei der Erfassung des Antrages bereits vollständig plausibilisiert; bei Magister- und Lehramtsstudiengängen können zum Beispiel nur noch zulässige Fächerkombinationen ausgewählt werden.

Auf Knopfdruck stehen diese Daten anschließend in HISSOS-GX durch Eingabe einer Antragsnummer zur Verfügung. Denn der Bewerber erhält nach vollständiger Eingabe seines Antrages über das Internet unmittelbar einen Kontrollausdruck mit seiner Antragsnummer, den er der Hochschule unterschrieben und gemeinsam mit seinem Hochschulzugangsberechtigungsnachweis (per Post oder persönlich) zukommen lässt.

Eine Erweiterung für zulassungsbeschränkte Studiengänge (Orts-NC) ist in einer der nächsten QIS Versionen geplant.

Änderungen an den Antragsbögen auf Einschreibung und auch den kompletten ersten Entwurf hat das Studentensekretariat der Uni Trier ohne besondere DV-Unterstützung realisiert, da durch eine einfache, aber sehr mächtige Sprache das individuelle Layout einer Hochschule und beliebige Querverweise (Hyperlinks) zu anderen Internetdokumenten ermöglicht werden.

HISQIS Modul ZUL ist von HIS gemeinsam mit den Universitäten Trier und Bonn entwickelt worden und wird zurzeit auch von der FH Flensburg als Pilothochschule getestet.


Universität Trier startet neue Selbstbedienungsfunktion

Die Universität Trier macht erneut von sich reden auf dem Gebiet der Selbstbedienungsfunktion für Studierende durch Einführung der neuen Anwendung "Selbstbedienungsfunktion Einschreibung". So kann mit knappen Worten charakterisiert werden, was sich an der Universität Trier Neues getan hat.

Nachdem die Universität Trier auf dem Gebiet des Chipkarteneinsatzes für Studierende unter den deutschen Hochschulen immer noch eine führende Stellung einnimmt, kann sie wieder mit einer innovativen Neuerung aufwarten. Es handelt sich hierbei um ein gemeinsam entwickeltes Pilotprojekt zwischen dem Studentensekretariat der Universität Trier und HIS.

Studieninteressenten haben als Internet-Nutzer zum Wintersemester 2000/2001 erstmals die Möglichkeit, sich an einer deutschen Universität für zulassungsfreie Studiengänge mit einer SB-Funktion, die vom Studentensekretariat selbst ohne weitere DV-Unterstützung im Aufbau konfiguriert werden konnte, auf elektronischem Wege zu bewerben und sich gleichzeitig über alle Studienangebote sowie Inhalte und Anforderungen der einzelnen Studienfächer zu informieren. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studentensekretariates bedeutet dies eine Entlastung von Routinearbeiten, da die Datenerfassung in diesen Fällen auf Grund der automatischen Übernahme der von den Studieninteressenten übermittelten Daten nach HIS-ZUL erfolgt. Damit stellt die Internet-Bewerbung einen wichtigen Beitrag zur Rationalisierung in der Verwaltung dar.
Bevor die Freigabe der Anwendung erfolgte, waren umfangreiche vorbereitende Tätigkeiten notwendig, die stichwortartig wie folgt zu nennen sind:

  • Anschaffung von zwei Internet-Servern sowie Beantragung einer BulletProof Lizenz (Kosten jährlich 1000 DM) und einer Testlizenz, Installation der notwendigen Software und Treiber durch die Verwaltungs-DV in Zusammenarbeit mit HIS (der Rechner mit der Testlizenz dient hauptsächlich der erstmaligen Einrichtung und Anpassung des Programmes, der andere Server fungiert als Middlewareserver)
  • Bereitstellung der notwendigen Software:
    Access 97
    Frontpage 98
    QIS ZUL (bew.03class)
    SOSPOS Testdatenbank (Access)
    JDBC-Treiber der Fa. BulletProof
  • Festlegung der zukünftigen Struktur und Ansicht des Programmes unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten (Zusammenfassung des örtlichen Zulassungsantrages und des Einschreibeantrages)
  • Anpassung des Java-Applets an die gewünschte Struktur (s. a. Doku HIS):
    • Anpassung der Übersicht / Registerblätter (sog. sidelayout im Programm) an örtliche Gegebenheiten.
    • Anpassung der HTML-Seiten, die in den Registerblättern 1 und 2 hinterlegt sind, an die örtliche Struktur sowie Anbringen von Hyperlinks zu universitätseigenen Web-Seiten zwecks Hinweisen auf weitere Informationen zu den Studiengängen an der Universität.
    • Anpassung der weiteren Registerblätter über die Programmparameter stobjekt *_* an die universitätseigenen Vorgaben (z. B. Bewerbung für mehrere Studiengänge möglich, Informationen zur Hochschulvergangenheit erfragen etc.). Dieser Punkt ist am wichtigsten, da hier festgelegt wird, welche Informationen seitens des Bewerbers erfragt und in welcher Tabelle sie evtl. hinterlegt werden. An dieser Stelle ist auch zu entscheiden, ob evtl. neue Registerblätter aufgenommen, alte gelöscht oder in anderer Form dargestellt werden. Hierfür ist das Java-Applet anzupassen (s. Doku HIS). Über Front-Page kann durch Aufruf der Vorschau die tatsächliche Darstellung eingesehen werden. Dies ist für eine schnelle Bearbeitung der gewünschten Anpassungen ideal.
  • Anpassung der Testdatenbank an die eigene Datenbank
    • Festlegung der Tabellen, die hochschulintern gefüllt werden (z. B. k_stg, k_abstgv etc.).
    • Die festgelegten Tabellen werden von der Informix-Datenbank in die Access-Datenbank eingebunden (Aufgabe Verwaltungs-DV).
    • Bereinigung der Stg-Tabelle um die Numerus-clausus Fächer in der Access-Datenbank.
    • Anpassung der Tabellen k_abint und k_abstgv in der Access-Datenbank an die tatsächlichen Bewerbungsmöglichkeiten (hier stellt sich die Frage, welche Fächerkombinationen an der Hochschule möglich sind, z.B. Hauptfach / Hauptfach oder Hauptfach / Nebenfach / Nebenfach oder nur Hauptfach). Diese möglichen Kombinationen sind im Feld kzfa in der Tabelle k_abint bei dem Abschluss anzugeben. Hier bestand die Problematik, dass bei gleichem Abschluss die Kombination von einem Studiengang als Hauptfach / Hauptfach sowie auch als Hauptfach / Nebenfach / Nebenfach möglich ist. Dies war nur zu lösen, indem ein neuer Schlüsselwert für den gleichen Abschluss vergeben wurde. Gleichzeitig waren in der k_abstgv nochmals alle Studiengänge, die sowohl als Hauptfach wie als Nebenfach wählbar sind, ein zweites Mal mit dem neuen Schlüssel anzulegen.
  • Übernahme und Installation des Java-Applets und der Access-Datenbank auf den Middlewareserver durch die Verwaltungs-DV.
  • Erstellen eines Scriptes zum Ent- und Beladen der Tabellen bew, antr und stgext der Access-Datenbank sowie der Informix Echtdatenbank durch die Verwaltungs-DV.

Die Arbeiten mussten unter großem Zeitdruck erledigt werden, weil das Programm bis zum Beginn der Bewerbung für das Wintersemester 2000/2001 fertig sein sollte. Durch die kooperative und in jeder Beziehung gute Zusammenarbeit zwischen Hochschule und HIS konnte das Projekt rechtzeitig fertiggestellt werden.

Nähere Auskünfte

Rainer Theis (Uni Trier)
Telefon: (0651) 201 2795

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