argeplan
Erprobungsprojekt Hochschulen
ARGEPLAN - Transfer von bekanntem Arbeits- und Gesundheitsschutzwissen in die Hochschulen - Flyer
Für die Arbeitsschutzforschung stellt sich verstärkt die Aufgabe, die Transferlücke zwischen vorhandenem Wissen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und seiner praktischen Nutzbarkeit im Betrieb schließen zu wollen. Methodisch sieht man hier den Weg, Arbeits- und Gesundheitsschutzinformationen systematisiert und zielgruppenspezifisch für betriebliche Prozesse aufzubereiten und verfügbar zu machen.
Um diese Zielsetzung realisieren zu können, fördert das BMBF derzeit den Kooperationsverbund ARGEPLAN aus namhaften arbeitswissenschaftlichen Forschungsinstituten unter Leitung des Instituts ASER e.V., Wuppertal. Eine gleichzeitige Kooperation mit betrieblichen Partnern soll die Erprobung und exemplarische Umsetzung der Erkenntnisse unterstützen.
Gespräche zwischen HIS und dem Verbundprojekt haben dazu geführt, voraussichtlich ab Herbst d. J. die Hochschulseite - koordiniert durch HIS - als weiteres sog. "Erprobungsprojekt" in das Verbundvorhaben einzubeziehen. Nach Ansicht der Beteiligten stellt dies eine wichtige Erweiterung der Erprobungsfelder dar, da im Betrieb "Hochschule"
Arbeitsschutzwissen zum einen auf drei unterschiedlichen Ebenen - Forschung, Studium/Lehre und Verwaltung - genutzt wird, zum anderen aufgrund andersartiger Organisationsstrukturen jedoch nicht mit den aus der gewerblichen Wirtschaft bekannten Mustern, gesteuert werden kann. Zudem kann mit einem Erprobungsprojekt "Hochschule" eine Brücke zwischen arbeitswissenschaftlicher Hochschulforschung und dem Ort dieser Forschung i.S. einer "Arbeits- und Lebenswelt Hochschule" geschlagen werden.
Erste Ergebnisse aus dem Kooperationsverbund sind in einem Symposium am 8. und 9. Februar d. J. in Stuttgart unter dem Thema "Zukunft des Arbeits- und Gesundheitsschutzes - vom Wissen zur Information" vorgestellt worden. Alle Beiträge befaßten sich mit Fragen zum Informationsmanagement im Arbeits- und Umweltschutz sowie zum Transfer von Arbeitsschutzwissen an MitarbeiterInnen und Verantwortliche im Unternehmen. Es wurde dabei auch versucht, dem veränderten Arbeitsschutzverständnis ("Prävention") Rechnung zu tragen und diesbezügliche Anforderungen stärker mit der betrieblichen Ablauforganisation zu verbinden. Die in diesem Kontext entwickelten Instrumente wenden sich daher verstärkt an die unmittelbar Verantwortlichen und MitarbeiterInnen in Produktions- bzw. Dienstleistungsbereiche und weniger wie in traditionellen Konzepten an ausdifferenzierte spezialisierte Stabsstellen für Arbeitsschutz.
Hochschulen, die Interesse an einer Mitarbeit in einem geplanten Erprobungsprojekt "ARGEPLAN - Hochschulen" haben, sollten sich bereits jetzt mit HIS in Verbindung setzen.
Nähere Auskünfte
Ihre Ansprechpartner
Dr. Friedrich Stratmann
E-Mail:
Tel. 0511/1220-295 (0160/90624063)
Fax 0511/1220-439
