Frühjahrssitzung der "Bonner Runde"

Am 19. März dieses Jahres traf sich der Gesprächskreis "Bonner Runde", ein Beratungsgremium aus Vertretern von Wissenschaftsministerien, Hochschulen, Großforschungseinrichtungen, Landesunfallkassen, HIS und Hochschulvertretern im AGS (Ausschuss für Gefahrstoffe) und ABAS (Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe) zu seiner Frühjahrssitzung in Bonn.

Ziel der Sitzung war es, die lfd. Rechts- und Regelwerksvorhaben [u.a. Seveso-II-Richtlinie, IVU-Richtlinie, Strahlenschutz- und Röntgenverordnung, Gefahrstoffverordnung, TRGS 526 (Laboratorien)] hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Hochschul- und Forschungsbereich zu diskutieren und ggf. Änderungsvorschläge zu formulieren. In diesem Zusammenhang wurde auch über die aktuellen Aktivitäten des AGS und des ABAS (sowie über die aufgenommenen Kontakte zu den EU-Behörden (s. HIS-MBL 4/2000) berichtet.

Die Bonner Runde befaßte sich darüber hinaus ausführlich mit der eigenen zukünftigen Arbeitsweise, die man öffentlichkeitswirksamer und in ihren Kommunikationsstrukturen effizienter gestalten möchte. Die bisherigen eher informellen Arbeitsformen sind der gewachsenen Bedeutung dieses Kreises, insbesondere durch die zugewiesene aktive Beratungsrolle der Kultusministerkonferenz und des Bundesrates (Kulturausschuß) in Fragen des Arbeits- und Umweltschutzes, nicht mehr adäquat.

Die Bonner Runde wird deshalb ihre Zielsetzungen und ihre Arbeitsweise in einem Grundsatzpapier erläutern und öffentlichkeitswirksam präsentieren. In diesem Papier sollen auch die unterschiedlichen Rollen der beteiligten Mitglieder in diesem Gremium, sei es als Interessenvertreter (Wissenschaftsministerien, Großforschungseinrichtungen, Hochschulen), als Kooperationspartner (Unfallkassen, Arbeitschutzbehörden), als Dienstleister (HIS, Büro der KMK), als Sachverständige (Hochschulvertreter im AGS und ABAS) oder als Gast (BMA, BMU) verdeutlicht werden.

Die Bonner Runde hat auch beschlossen, sich zukünftig bei den operativen Arbeiten verstärkt durch das Büro der KMK und HIS unterstützen zu lassen.

HIS wurde gebeten, hierbei die "neuen Medien" zu nutzen und auf seinen Internetseiten zum Arbeits- und Umweltschutz ein Portal für die Bonner Runde zu eröffnen. Dieses Portal soll zum einen für die Öffentlichkeit wichtige Diskussionsergebnisse und den Stand von Rechts-/Regelwerkvorhaben aus Hochschulsicht offen legen, zum anderen die Möglichkeit eröffnen, im Sinne eines Intranets für die Gremienmitglieder interne Arbeitspapiere und Schriftwechsel vorhalten.

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Gilch

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