Implementierung von Nachhaltigkeit in Hochschulen

Veranstaltung von HIS und der TU Darmstadt vom 18. bis 20. Juni 2008 in Darmstadt

Mit dem Ziel, eine Zwischenbilanz zu ziehen und einen aktiven Beitrag zur weiteren Vernetzung zu leisten, fand vom 18. bis 20. Juni 2008 die Tagung "Implementierung von Nachhaltigkeit in Hochschulen" von HIS Hochschul-Informations-System GmbH und der TU Darmstadt statt. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hochschulen und Ministerien unterstrichen die Relevanz der Thematik und verdeutlichten das breite Spektrum der Interessen und Handlungsmöglichkeiten.

In den Vorträgen und Diskussionen wurde u. a. folgendes deutlich:

  • Hochschulen thematisieren nachhaltige Entwicklung in Forschung und Lehre sowie im praktischen Betrieb.
  • Hochschulen sind kreative Einrichtungen bei der Initiierung von einzelnen Maßnahmen für nachhaltige Entwicklung.
  • Hochschulen erarbeiten Indikatoren, um Leistungen für nachhaltige Entwicklung und Fortschritte zu Verdeutlichen bzw. messbar zu machen.
  • Hochschulen messen im Einzelfall der nachhaltigen Entwicklung auch einen hochschulpolitischen Stellenwert bei.
  • Hochschulen befassen sich über alle Akteursgruppen hinweg mit nachhaltiger Entwicklung, Aktivitäten sind oft personengebunden.
  • Hochschulen vernetzen sich intern und extern, bei letzterem in der Regel mit anderen Hochschulen, sehr selten mit der Region.
  • Einzelne Hochschulen erstellen Nachhaltigkeitsbereichte, oft aufbauend auf Umweltbereichten.

Die TU Darmstadt und die Teilnehmenden gingen mit konkreten Ergebnissen und Aufgabenstellungen auseinander:

(1) Die Vernetzung der Teilnehmenden (als Club 13.17) wurde für erforderlich erachtet und ein Treffen für Juni 2009 festgelegt.

Unter der Moderation von Volker Angres (Leiter der Redaktion Umwelt beim ZDF) haben sich die Teilnehmenden verständigt, in einem Jahr erneut in Darmstadt zusammen zu kommen. Bis dahin soll aktiv an aktuellen Fragen zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung in Hochschulen gearbeitet werden. "Club 13.17" taufte Angres die Interessengemeinschaft, in Anspielung an die aktuelle Uhrzeit. "Die Dinge brauchen einen Namen", so Angres.

In der Diskussion hatte sich herausgestellt, dass zwar bereits spezifische Netzwerke existieren, allerdings die Vielfalt der hier vertretenen Akteure eine Vernetzung sinnvoll erscheinen lässt. Ein informelles, offenes Netzwerk soll Themen sammeln, vorbereiten und dann auf regelmäßigen Treffen mit den unterschiedlichen Akteuren möglichst partizipartiv diskutieren. Die TU Darmstadt und HIS werden den Dialog organisieren und im Jahr 2009 erneut einladen.

(2) Die Vernetzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der TU Darmstadt wurde vereinbart und konkretisiert.

"Das Prinzip Nachhaltigkeit spielt auch in den Städten eine wesentliche strategische Schlüsselrolle. Das ist auch der Grund, weswegen wir die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der TUD befürworten und künftig in Gestalt einer gemeinsamen Arbeitsgruppe weiter verstärken und vorantreiben müssen", lädt Oberbürgermeister Walter Hoffmann deshalb die TUD zur Kooperation ein. Stadtrat Klaus Feuchtinger, Umwelt- und ÖPNV-Dezernent der Stadt, präzisiert: "Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Agenda-Prozess Vorbildfunktion: Die Maxime 'Global denken, lokal handeln' ist heute aktueller denn je. Deswegen setzen wir hier mit der Arbeit des städtischen Agenda-Büros und den Themengruppen der lokalen Agenda 21 vor Ort deutliche Akzente. Ich begrüße eine Vernetzung von Stadt und TUD bei ökologischen, ökonomischen und sozialen Projekten, die der nachhaltigen Gestaltung der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder dient."

Einzelvorträge

Nähere Auskünfte

Joachim Müller

Dr. Peter Altvater