Nutzertagung HISLSF 2.-4. November 2004 in Oberhof
Vortrag 4
Klaus Horn :
Einführung von HISLSF an einer Universität -
Versuch einer Systematik der Projekteinführung
Das Projekt "Einführung von HISLSF" ist an der UNIK erfolgreich
abgelaufen. Aus den hierbei positiven und negativen Erfahrungen soll
versucht werden, eine Systematik eines solchen Projektes abzuleiten.
[1] Auf Hindernisse vorbereitet sein
Sobald an einer Universität die Diskussion bezüglich der Einführung
von HISLSF (oder eines ähnliches Systems), sollte man mit folgenden möglichen
Hindernissen rechnen :
- vorhandene lokale Systeme
in erster Linie in Fachgebieten / Fachbereichen mit dem entsprechendem fachlichen
Hintergrund (Datenbanken in der Informatik, Wirtschaftsinformatik)
für die lokale Umgebung optimale Lösungen (z.B. einschließlich
der Anforderungen des lokalen Prüfungsamtes)
Datenerfasserinnen und Nutzer (Wissenschaftler, Dozenten, Studenten) sind mit dem
System vertraut.
Gegenstrategie :
mit den Argumenten :
- es wird Manpower für administrative Zwecke gebunden, die man besser wir
wissenschaftliche Projekte nutzen kann.
- individuelle Lösung - keine universitätsweite einheitliche Struktur;
hinderlich für Studierende, deren Studienfach in mehreren Fachgebieten
angesiedelt ist
- neue Anforderung (z.B. BA/MA - neue Prüfungsordnungen) übersteigen
sehr oft die Leistungsfähigkeit der Autoren
- Datenbank-Experten
weisen nach, dass das einzusetzende System nicht "state-of-the-art" ist
- Print-Version
bestens eingespieltes Verfahren zur Produktion des Papier-Vorlesungsverzeichnisses
(teilweise eingespeist aus lokalen Office-Verfahren mit hoher Performance und
Benutzerfreundlichkeit)
- Manpower-Bedarf
HISLSF benötigt als zentrales System hat zusätzlicher Manpower-Bedarf
[2] positive Strategien : immer wieder an allen Orten Überzeugungsarbeit leisten
weiche Komponenten
- Betonung des Mehrwertes gegenüber den vorhandenen Verfahren :
- einheitlich für alle Bereiche der Universität
- auch die Bereiche ohne bisherigem optimalem Verfahren profitieren
- nutzbar für fachbereichsübergreifende Zwecke;
(ein Fachbereich ist eine organisatorische Einheit; für die
Studierenden wird jedoch die Einordnung der LV in die Module
eines Studienganges (angeboten in verschiedenen Fachbereichen)
immer wichtiger
- Einordnung der Veranstaltungen in neue Kriterien
- einheitlich sogar universitätsübergreifend
- der Datenbestand (Personen, Veranstaltungen, wissenschaftliche Projekte)
kann für weitere Zwecke genutzt werden: Forschungsbericht,
Expertendatenbank.
- lokale Strategien zulassen und unterstützen:
- lokale Datenerfassung und Datenpflege;
- Beratung lokaler Gruppen;
- enge Zusammenarbeit mit den lokal Verantwortlichen;
- unterschiedliche Kompetenz berücksichtigen;
- Lob aussprechen.
- Hochschulleitung von ihrer Rolle als wesentliches strategisches Moment
überzeugen
- Öffentlichkeitsarbeit uni-intern und uni-extern (Artikel in der Presse)
harte Komponenten
- vorhandene lokale Systeme mit dem Ziel einer baldigen Aufgabe behandeln; auf
keinen Fall durch Realisierung eines Datenaustausches auf lange Zeit leben lassen
- Elemente einer Schocktherapie :
z.B. Abschaffung des gedruckten Vorlesungsverzeichnisses
Klaus Horn; zuletzt erstellt am 27.10.2004