50 Jahre im Dienst der Hochschulen

Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH wurde 1969 durch die  Stiftung Volkswagenwerk (die heutige Volkswagen-Stiftung) gegründet. Aufgabe der HIS GmbH war es, die Hochschulplanung und -entwicklung auf eine sichere Datenbasis zu stellen und Bund, Ländern sowie Hochschulen zur Erfüllung ihrer Aufgaben verlässliche Informationen zu liefern. Am 1. April 1969 nahmen 65 Mitarbeiter*innen die Arbeit auf und legten damit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der HIS.

Die HIStorie im Überblick

Die Gründungsphase – Das Hochschul-Informations-System entsteht (1969 – 1976)

Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH wird 1969 durch die Stiftung Volkswagenwerk, die heutige Volkswagen-Stiftung, gegründet. Aufgabe der HIS GmbH ist es, die Hochschulplanung und -entwicklung auf eine sichere Datenbasis zu stellen und Bund, Ländern und Hochschulen zur Erfüllung ihrer Aufgaben verlässliche Informationen zu liefern.

Mit dem am 31. August 1971 verabschiedeten Hochschulstatistikgesetz wird die amtliche Statistik genutzt, um Hochschuldaten für Planungszwecke zu erheben und eine bundesweite Datenbank einzurichten. HIS erkennt den entstandenen Informations- und Beratungsbedarf und entwickelt sich zum Softwarehaus für Hochschulen. Zudem wird HIS zu einer anerkannten Beratungsstelle für Bau- und Ressourcenplanungen.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden sozialwissenschaftliche Untersuchungen zum Bildungsverhalten an Hochschulen. Um eine objektivierbare, systematische, flächendeckende und moderne Hochschulverwaltung und -planung sicherzustellen, übernehmen 1976 Bund und Länder die HIS GmbH.

HIS etabliert sich (1977 – 1989)

In den Folgejahren baut HIS die Hochschul-Expertise auf, die sie bis heute auszeichnet.

Mit der Markteinführung des „Prüfungs- Operations-Systems“ HISPOS im Jahre 1978 werden 13 Jahre nach Unternehmensgründung bereits die Daten von über 400.000 Studierenden in ganz Deutschland mit HIS-Systemen verwaltet. Ab 1984 deckt das neue „Zulassungssystem“ ZUL zusammen mit HISSOS und HISPOS erstmals alle wesentlichen Stationen des Student-Lifecycle ab. Gegen Ende der 80er-Jahre ergibt sich mit der Etablierung von PCs die Notwendigkeit, die mit HIS-Systemen verwalteten Daten beispielsweise mit Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen, Projektplanungssystemen weiterzuverarbeiten.

Die Bedeutung von HIS für die deutsche Hochschullandschaft unterstreicht Dr. Johann-Tönjes Cassens, damaliger Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kunst, in seinem Grußwort zum 20-jährigen Bestehen von HIS: „In den 20 Jahren seines Bestehens hat sich HIS das uneingeschränkte Vertrauen von Bund, Ländern und Hochschulen erworben“. Im Zusammenspiel mit der hohen fachlichen Kompetenz und der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei HIS zu einem „Kleinod“ auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Dienstleistungen geworden.

Neue Herausforderungen (1990 – 2008)

Unmittelbar nach der Wiedervereinigung wird HIS in den neuen Bundesländern aktiv. Unter anderem entstehen Außenstellen in Magdeburg, Dresden und Leipzig. In der Folge werden HIS-Systeme in der Verwaltung vieler Ostdeutscher Hochschulen eingesetzt. Ab 1992 beteiligen sich auch die neuen Bundesländer als Gesellschafter an HIS.

Mit Beginn des Jahres 1994 wird ein weiterer Meilenstein in der HIS-Produktgeschichte erreicht: Die Software der GX-Generation ermöglicht die Arbeit an Windows-Systemen. Als Ergänzung  zur Campus-Management-Software entstehen mit SVA, FSV, COB, BAU und RKA neue Softwaremodule im Ressourcenbereich.

Im Jahr 1998 werden über 80 % aller Studierenden in Deutschland mit HIS-Systemen verwaltet. Die Entwicklung webbasierter Anwendungen wird forciert – 1999 wird HISQIS als webbasierte Software eingeführt.

Der 1999 beginnende Bologna-Prozess stellt die Verwaltung von Bachelor, Master und Credit-Points in den Fokus und sorgt für einen Wendepunkt in der europäischen Hochschullandschaft. Mit HISinOne wird ab 2006 ein webbasiertes, vollständig integriertes System entwickelt, das alle Kompetenzen von HIS in einer Software bündelt. Die erste HISinOne-Version wird 2008 auf der Cebit in Hannover präsentiert und stößt auf großes Interesse.

Auf dem Weg zur Genossenschaft der Hochschulen (2008–2014)

Auf dem Weg zur Genossenschaft der Hochschulen (2008–2014)

Der zunehmende Erfolg der Software-Sparte von HIS bringt das statische Finanzierungssystem an seine Grenzen. Zusätzlich gerät HIS im Zuge der Diskussion um das Dialogorientierte Serviceverfahren in die Kritik.

Durch die Fokussierung auf die Software und die Abspaltung der Sparten Hochschulentwicklung und Hochschulforschung legt die HIS GmbH den Grundstein für die Überführung in eine neue Gesellschaftsform.

Mit großer Unterstützung aus den Hochschulen wird die HIS GmbH 2014 in die HIS eG umgewandelt. Das Genossenschaftsmodell bietet Hochschulen viele Möglichkeiten der Mitbestimmung und ist in der Hochschullandschaft einzigartig.

Das Genossenschaftsmodell – ein einzigartiger Erfolg (2014–heute)

Seit Mai 2014 agiert die HIS als Genossenschaft der Hochschulen. Diese Gesellschaftsform bietet den Mitgliedern die Möglichkeiten, sich aktiv an der Strategie und den Entwicklungen des Unternehmens zu beteiligen. Alle Organe und Gremien sind mit Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder besetzt.

Hochschulen nehmen direkten Einfluss auf die Produkte und Leistungen ihrer Genossenschaft. „Besonders fasziniert hat mich der Rückhalt aus den Hochschulen nach unserer Informationsveranstaltung zur Gründung der Genossenschaft“, berichtet Prof. Dr. Thomas Walter, Vorstandsvorsitzender der HIS eG. „Die Schlange am Stand der Beitrittserklärungen hat kein Ende genommen – eine  zusätzliche Motivation, das Wagnis „Genossenschaft“ einzugehen“.

Ein weiteres starkes Signal geht von der Belegschaft der HIS aus: Die Mitarbeiter*innen teilen die Überzeugung für das Genossenschaftsmodell und leisten durch ihre tägliche Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses Vorhabens.

Durch die Gründung der Genossenschaft wird die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen HIS und den Hochschulen intensiviert. Der kontinuierlich wachsende Funktionsumfang macht HISinOne zum führenden Campus-Management-System an deutschen Hochschulen. Neuentwicklungen wie das Forschungssegment unterstreichen den Anspruch der HIS eG, ihre Mitglieder nicht nur im Campus- und Ressourcenmanagement zu unterstützen, sondern auch neuen Herausforderungen einer modernen und wettbewerbsfähigen IT-Landschaft der Hochschulen zu begegnen.

Die Zukunft im Fokus

Das Verständnis für die Hochschulprozesse, der Fokus auf die Anfoderungen moderner Hochschulen und der Blick auf technische Trends haben maßgeblich zur 50-jährigen Erfolgsgeschichte von HIS beigetragen. Auch in Zukunft stehen für HIS daher die Hochschulen im Mittelpunkt. Mit dem kontinuierlichen Ausbau von HISinOne, dem Aufbau des Forschungsmanagments und der Stärkung des Hochschul-ERPs hat HIS den Grundstein für eine zukunftssichere Software gelegt. Auch personell ist HIS zukunftsorient aufgestellt: aus den zu Beginn 65 Beschäftigten sind rund 300 Expertinnen und Experten geworden, die für eine optimale Untersützung der Hochchulen und für reibungslose Abläufe in der Geschäftstelle sorgen.