Zweimal im Jahr veröffentlicht die HIS eG neue Releases ihrer Softwarelösungen. Damit die enthaltenen Funktionen bei den Hochschulen zuverlässig, sicher und praxisgerecht eingesetzt werden können, durchlaufen sie einen umfassenden Testprozess.
„Das Testing beginnt bei uns deutlich früher, als viele vermuten würden – nämlich bereits in der Planungsphase“, sagt Thomas Holz, verantwortlich für den Bereich Software-Qualitätssicherung bei der HIS eG. „Schon bei der Konzeption wird geprüft, welche Schnittstellen betroffen sind, welche Partner eingebunden werden müssen und welche Voraussetzungen für die Einführung eines neuen Features erfüllt sein müssen.“
Auf dem Weg zum nächsten Release arbeiten Entwicklung, Fachberatung und Qualitätssicherung eng zusammen. Automatisierte Tests übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Jede Nacht werden mehrere tausend Testläufe durchgeführt, um Fehler frühzeitig zu erkennen und die Stabilität der Software sicherzustellen. „Es geht nicht darum, Fehler zu finden, sondern gemeinsam gute Lösungen zu entwickeln“, betont Sebastian Schwarzbach aus dem Team Software-Qualitätssicherung. Die Qualitätssicherung verstehe sich dabei als Teil eines gemeinsamen Teams und begleite neue Funktionen von Anfang an.
Bevor ein Feature für eines der regelmäßigen Releases freigegeben wird, muss es zahlreiche Qualitätskriterien erfüllen. Neben automatisierten Tests kommen auch Last-, Sicherheits-, Usability- und Barrierefreiheitstests zum Einsatz. Erst wenn keine kritischen Fehler mehr vorliegen und die Anforderungen aus Sicht der Hochschulpraxis erfüllt sind, wird eine Funktion für die Auslieferung empfohlen.
Eine besondere Rolle spielen dabei die Mitgliedshochschulen. Bereits vor den halbjährlichen Releases testen viele Einrichtungen neue Funktionen in ihren eigenen Systemumgebungen und bringen wertvolles Feedback ein.
„Hier zeigt sich der Genossenschaftsgedanke der HIS eG besonders deutlich“, sagt Thomas Holz. „Die unterschiedlichen Anforderungen und Konfigurationen der Hochschulen helfen dabei, reale Anwendungsszenarien abzubilden und die Software weiter zu optimieren.“
Mit zunehmender Digitalisierung und immer stärker vernetzten Systemlandschaften wachsen auch die Anforderungen an die Qualitätssicherung. Umso wichtiger bleibt der enge Austausch aller Beteiligten. Für Sebastian Schwarzbach steht deshalb fest: „Testing ist bei uns tatsächlich eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Und auch nach der Veröffentlichung eines Releases endet die Arbeit nicht. „Testing ist ein kontinuierlicher Prozess. Es gibt kein echtes ‚fertig‘“, so Thomas Holz. Denn mit jedem Release, jedem Update und jedem Hotfix beginnt zugleich die Vorbereitung auf die nächste Weiterentwicklung.
Das nächste Software-Release für die Hochschulen ist für Anfang Dezember 2026 geplant.

